{"id":1721,"date":"2014-09-05T09:34:08","date_gmt":"2014-09-05T09:34:08","guid":{"rendered":"http:\/\/chateau-beri.ch\/?p=1721"},"modified":"2022-01-18T21:42:23","modified_gmt":"2022-01-18T21:42:23","slug":"9-bis-25-august-2014-von-victoria-falls-bis-matobo-national-park-zimbabwe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chateau-beri.ch\/?p=1721","title":{"rendered":"9. bis 25.  August 2014  \/ Von Victoria Falls bis Matobo National Park (Zimbabwe)"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Vorwort zu Zimbabwe (ehemals Rhodesien)<\/strong><br \/>\nNach einigen missgl\u00fcckten Landreformen besassen Mitte der 90er Jahre noch immer 5\u2018000 verbliebene weisse Grossfarmer 75% des fruchtbaren Landes, besch\u00e4ftigten andererseits aber auch etwa 300\u2018000 Arbeiter mit deren Familienangeh\u00f6rigen, insgesamt 1 Mio. Menschen. 1997 versank Zimbabwe im Chaos, als Mugabe jugendliche Schl\u00e4gerbanden gegen die Farmer und deren Angestellte hetzte. Daraufhin erfolgte die \u201ebeschleunigte Landreform\u201c resp. die sofortige R\u00e4umung aller besetzten Farmen. 2001 wurden fast alle verbliebenen weissen Farmer entsch\u00e4digungslos ausgewiesen. Tausende Farmarbeiter und ihre Familien \u2013 die gr\u00f6ssten Verlierer aus Mugabes uns\u00e4glicher Landreform &#8211; verloren dazu ihre Existenzgrundlage und fl\u00fcchteten aus Zimbabwe. Die enteigneten Farmen wurden wegen fehlendem Knowhow nicht mehr bewirtschaftet. Korruption, eine unglaubliche Inflation von zuletzt 230Mio.%, Zusammenbruch von Wirtschaft und medizinischer Versorgung, verrottete Felder, verhungertes Vieh \u2013 von der einstigen Kornkammer Afrikas blieb nichts mehr \u00fcbrig ausser Staatsbankrott. Seit 1.1.2011 ist der US$ offizielle Landesw\u00e4hrung, was die Lage erst mal ein wenig entsch\u00e4rft hat. Wir wollten uns erkundigen, festlegen will sich jedoch niemand unter den Weissen: Einige glauben an baldige Besserung, andere sehen nichts Gutes kommen, da nach Ableben des heute \u00fcber 90j\u00e4hrigen Robert Mugabe offiziell keine Nachfolge geregelt ist .<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Nach zwei Stunden erduldetem Gedr\u00e4nge am Grenz\u00fcbergang Livingstone \u2013 Victoria Falls (Kostenpunkt 60$ f\u00fcr beide Visa plus 55$ f\u00fcr Versicherung usw.) erreichen wir also dieses Land, \u00fcber welches man \u00fcber die heimischen Nachrichtensender so gar nichts Gutes erf\u00e4hrt. Trotz allem sind wir gespannt auf den legend\u00e4ren Hwange Nationalpark! Bereits auf dem Weg dorthin geraten wir in zwei Polizeikontrollen \u2013 es sollten nicht die letzten sein! 10$ kostet uns das Fehlen der Reflektorstreifen (weiss vorne, rot hinten). Tja, nichts zu machen\u2026 Im Dorf Hwange k\u00f6nnen wir uns \u00fcberraschend gut mit Lebensmitteln und Diesel eindecken, ehe wir in den Nationalpark fahren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8100050.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8100050-300x225.jpg\" title=\"Blick vom Sinamatella Camp\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1723\" srcset=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8100050-300x225.jpg 300w, https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8100050.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die Piste ist \u00fcberraschend gut, und wir erreichen das Sinamatella Camp fr\u00fchzeitig (55$ pro Person und Nacht). Wow \u2013 ein Platz in der ersten Reihe mit  freiem Blick auf die 60m tiefer liegende Grasebene, das entsch\u00e4digt schon mal f\u00fcr vieles! Das Camp ist noch in einigermassen gutem Zustand, t\u00e4glich kommen wir in den Genuss einer heissen Dusche, Feuerholz wird jeden Abend geliefert, und es ist ordentlich aufger\u00e4umt. Un\u00fcbersehbar: Es mangelt an Instandhaltungsmassnahmen, aber immerhin geben sich die wenigen Parkangestellten alle M\u00fche, es uns G\u00e4sten recht zu machen. Auf den Game Drives zu  Masuma Dam (war leider ausgebucht) und Deteema Dam sind wirklich viele Tiere zu sehen: L\u00f6wen, Elefanten, verschiedene Antilopen und in den Wasserstellen Hippos und Krokodile. Abends laufen kleine Elefantenfamilien \u00fcber die Grasebene unterhalb Sinamatella \u2013 ein ungemein friedvoller Anblick. Morgens dann hat sich die Welt ver\u00e4ndert: Die Grasebene ist gesprenkelt mit schwarzen Punkten. Es ist eine riesige Herde Kaffernb\u00fcffel, nahezu 1\u2018000 Tiere wandern im Tal umher. Herrlich ist das hier!<a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8110077.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8110077-300x225.jpg\" title=\"Kaffernb\u00fcffel im Hwange NP\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignright size-medium wp-image-1724\" srcset=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8110077-300x225.jpg 300w, https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8110077.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zuerst m\u00fcssen nun diese leidigen Reflektorstreifen ans Auto, und dazu m\u00fcssen wir nochmals zur\u00fcck in den Ort Hwange. Die Piste f\u00fchrt \u00fcbrigens mitten durch ein Kohleabbaugebiet. Leider ist die Kohlepiste nass gemacht worden \u2013 in der Folge sind s\u00e4mtliche Hohlr\u00e4ume mit diesem schwarzen Matsch gef\u00fcllt! Nach einer Stunde des endlosen Durchfragens finden wir dann endlich einen kleinen Shop, der uns die Reflektorstreifen an die Stossstangen klebt. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8140083.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8140083-150x150.jpg\" title=\"Campingplatz der Musuma River Lodge in Binga\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1725\" \/><\/a>\u00dcber gute bis mit Schlagl\u00f6chern gespickte, kurvige Teerstrassen geht\u2019s leidlich nordw\u00e4rts. Kurz vor Binga: Nach einer Kuppe fliegen pl\u00f6tzlich 20 Geier erschrocken auf \u2013 und wir beinahe mitten hinein. Schrecksekunden\u2026und Gl\u00fcck gehabt! Nach weiteren 5km Sandpiste erreichen wir den Campground der Musuma River Lodge etwas ausserhalb von Binga am Lake Kariba. Ein Rasenplatz und sanit\u00e4re Einrichtungen vom Feinsten \u2013 welch eine Wohltat!<a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/DSC00371.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/DSC00371-150x150.jpg\" title=\"Sonnenuntergang am Lake Kariba\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1726\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Einkaufsversuch in Binga endet ergebnislos. Die Gestelle im Supermarkt quellen \u00fcber vor Seifen und Zahnpasta \u2013 was zu essen ben\u00f6tigt hier offenbar keiner! Immerhin funktioniert aber wenigstens die Tankstelle\u2026 Im Restaurant der Lodge geniessen wir abends einen wirklich sehr guten Fisch aus dem Karibasee. Heute haben wir \u00fcbrigens Nachbarn: Der Allradtouren-Fahrer Martin Krauer trifft mit seiner Truppe ein. Es gibt interessante Gespr\u00e4che und Martin verr\u00e4t uns einige wertvolle Tipps zu Strecken und Auto.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8140084.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8140084-150x150.jpg\" title=\"Unterwegs zum Sanyanti Bridge Camp\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1728\" \/><\/a>Weiterfahrt: Die ersten 70km Piste sind wirklich \u00fcbel, erst ab da k\u00f6nnte man sie vorsichtig als Gravel Road bezeichnen. Erstmals treffen wir auf eine Tsetsefliegen-Kontrolle, welche sich aber auf einen zweifelhaften Typen mit einem Fliegennetz und einer Spraydose beschr\u00e4nkt. Selbstverst\u00e4ndlich ist er in einer Notlage und ben\u00f6tigt Geld. Mit einem US$ und einem kleinen Sprayer ins Auto gibt er sich dann zufrieden. Nach insgesamt 234km erreichen wir die einzige \u201eoffizielle\u201c Campingm\u00f6glichkeit zwischen Binga und Kariba: Sanyanti Bridge Camp (nach der Sanyanti-Bridge die zweite gut ersichtliche Piste auf der linken Seite nehmen, nicht ausgeschildert!). Noch nie fertiggestellt worden oder verfallen? \u2013 wir k\u00f6nnen es nicht genau ausmachen. Wenigstens ein wackliges Plumpsklo wird uns f\u00fcr 5$ hingestellt. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8150085.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8150085-150x150.jpg\" title=\"Passabfahrt ins Sambesi Valley\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1729\" \/><\/a>Den Rest nach Kariba will Beat auf einer Allradstrecke zur\u00fccklegen. Nach 16km Wellblech und einer seri\u00f6seren Tsetse-Kontrolle biegen wir ab in eine reizvolle \u00dcberlandpiste entlang von Kraals mit sehr netten Menschen, Mais- und Baumwollfeldern. Es folgt ein kleiner Anstieg auf einen Pass, von welchem wir Blicke auf den Karibasee werfen k\u00f6nnen. Steinig und steil geht\u2018s in engen Serpentinen runter ins Sambesi Valley, das Auto h\u00fcpft von Absatz zu Absatz! Wieder unten gelangen wir auf eine Wellblech-Piste durch das Gebiet der Charara Safaria-Area. Diese letzten 30km zerren dann so richtig an den Nerven. Nach 141 Tageskilometern und 6 Stunden Fahrt (inkl. drei Pinkelpausen) stehen wir dann endlich auf dem Campsite der Lomagundi Lakeside Association in Kariba. Nachts muss man hier auf der Hut sein, dass man nicht in die friedlich grasenden Hippos reinl\u00e4uft!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8160090.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8160090-150x150.jpg\" title=\"Ein bisschen Riviera am Lake Kariba\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1731\" \/><\/a>Die Einwohner von Kariba leben eintr\u00e4chtig mit den sie umgebenden Tieren zusammen. Kein Elefant und kein B\u00fcffel wird verscheucht \u2013 und es funktioniert tats\u00e4chlich! Jederzeit und \u00fcberall darf man mit Begegnungen rechnen. Ihr Motto: No Game \u2013 No Visitor \u2013 No Jobs! Lohnenswert ist der Besuch des Aussichtspunktes oberhalb der Kariba-Staumauer. Eine kleine Geschichte dazu:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8160088.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8160088-150x150.jpg\" title=\"Kariba Staudamm\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1730\" \/><\/a>1959 war der Damm fertiggestellt und wurde seiner Funktion \u00fcbergeben, was f\u00fcr die Wildtiere der riesigen Region eine Trag\u00f6die bedeutete. Sie fl\u00fcchteten sich zwar auf h\u00f6her gelegene Gebiete, welche nach und nach aber zu Inseln wurden. In der Folge wurde die Operation Noah als bis heute gr\u00f6sste Tierrettungsaktion der Welt gestartet, welche von ca. Dezember 1958 bis Juni 1961 andauerte. Unter schwierigsten Bedingungen konnten zwischen 4\u2018500 und 6\u2018000 Wildtiere vor dem Ertrinkungstod bewahrt werden. Entsetzlich ist das Wissen, dass trotzdem viele Tausend Tiere die Stauung des Sambesi Rivers nicht \u00fcberlebt haben.<\/p>\n<p>Aufbruch zum Mana Pools Nationalpark \u2013 da stehen doch an der Piste im Ort drei riesige Elefantenbullen, die uns missmutig be\u00e4ugen. Dann doch lieber ein Umweg! Kariba erstreckt sich \u2013 zumeist versteckt \u2013 \u00fcber eine L\u00e4nge von 10km. Mit 68kmh sind wir in Zimbabwe innerorts 8kmh zu schnell unterwegs, was uns eine Busse von 15$ kostet. Wir kriegen keine Quittung? Das entlockt uns heute bloss ein Grinsen \u2013 und den Polizisten auch. Schon wieder was zum Sonntagsbraten beigetragen:) Man f\u00e4hrt auf der Teerstrasse bis zum Permit-Office in Marongora. Kurze Zeit sp\u00e4ter gelangen wir auf die 31km lange, ber\u00fcchtigte, harte Schotter-Wellblechpiste, vor der wir bereits gewarnt wurden. Gem\u00fctlich mit 25khm bis zum Gate \u2013 endlos! Die \u00fcbrigen 42km bis zum Nyamepi-Camp sollen besser sein, sind sie aber \u00fcberhaupt nicht! Man \u00fcbe sich also in Geduld! <a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8170102.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8170102-150x150.jpg\" title=\"Durstige Warzenschweine im Mana Pools NP\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1732\" \/><\/a>Wundersch\u00f6n sind unz\u00e4hlige, m\u00e4chtige Baobabs, die gespenstisch aus dem Szene ragen. Schlussendlich sind die Strapazen aber schnell vergessen! Das Camp liegt direkt am Sambesi River (85$ pro Nacht f\u00fcr zwei Personen und Auto, allerdings nicht direkt am Ufer \u2013 das ist noch teurer)! \u00dcberall sind Wildtiere um und im nicht eingez\u00e4unten Camp zu sehen. Warzenschweine trinken bei den Camping-Wasserh\u00e4hnen und leider gibt\u2019s ebenfalls auch unz\u00e4hlige Paviane und Meerkatzen, welche sich wie \u00fcberall als echte Landplage erweisen. Elefanten spazieren rund ums Camp, B\u00fcffel grasen gleich um die Ecke, nachts laufen Hy\u00e4nen durchs Gel\u00e4nde und schlussendlich kommen auch L\u00f6wen zu Besuch.<a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8180123.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8180123-300x225.jpg\" title=\"Besuch auf dem Campingplatz, Mana Pools\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1733\" srcset=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8180123-300x225.jpg 300w, https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8180123.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ach ja\u2026die Strecke bis Mana Pools f\u00fchrt leider wieder durch Tsetse-Gebiet und wir kriegen erneut einige Stiche ab. Anderntags sieht mein Bein aus wie ein Br\u00fcckenpfeiler mit Klumpfuss und f\u00fchlt sich auch genauso an. Nach nur einem kurzen Game Drive \u2013 viele Elefanten und Antilopen \u2013 muss ich wohl oder \u00fcbel das \u201eBein\u201c hochlagern. Jetzt auch noch ein Hautausschlag \u2013 irgendwie f\u00fchle ich mich nicht mehr afrika-tauglich\u2026 Als es dunkel ist, h\u00f6ren wir pl\u00f6tzlich ein lautes Trompeten: Ein Elefant steht mitten unter den Campern und weiss weder ein noch aus. Nach einigen Minuten dreht er r\u00fcsselschwingend ab. Niemand hat ihn kommen h\u00f6ren, und auch sein Verschwinden geschieht lautlos.<\/p>\n<p>Nach nur zwei N\u00e4chten verlassen wie Mana Pools leider bereits wieder und knattern die 73km bis zur Teerstrasse zur\u00fcck. Besser ist es, das Ganze gem\u00fctlich zu nehmen. Zwei \u00d6sterreichern ist auf dieser Strecke gleichentags der Tank runtergefallen\u2026 Gottlob haben Beat, Chateau und Reifen die Tortur unbeschadet \u00fcberstanden! <\/p>\n<p>Auf der Strecke nach S\u00fcden verbessert sich die Lebensmittel-Versorgungslage merklich. Auff\u00e4llig sind in dieser Gegend verlassene Farmen und verfallene Farmh\u00e4user. Das muss hier mal wundersch\u00f6n ausgesehen haben. Genug gefahren, in Chinhoyi finden wir im Orange Grove Caravan Park ein Pl\u00e4tzchen \u2013 Warmwasser by K\u00fcbelservice. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8200134.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8200134-150x150.jpg\" title=\"Landplage: Meerkatzen\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1734\" \/><\/a>Zimbabwe ist wohl das einzige Land im s\u00fcdlichen Afrika, wo man Alkohol schon vor 10:00 morgens erstehen kann! Entsprechend erfolgreich ist endlich mal wieder ein Einkauf im sehr gut sortierten OK Store. N\u00e4chstes Ziel ist der Antelope Park bei Gweru. Ein wirklich sch\u00f6nes Pl\u00e4tzchen, allerdings sind die Preise f\u00fcr Aktivit\u00e4ten gesalzen: Spaziergang mit L\u00f6wen 85$ pP., Elefanten-Reiten 70$ pP usw. Toll ist, dass w\u00e4hrend der gesamten Nacht L\u00f6wengebr\u00fcll zu h\u00f6ren ist \u2013 gratis!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/DSC00393.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/DSC00393-150x150.jpg\" title=\"Parrot Lodge, Bulawayo\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1735\" \/><\/a>Ab Gweru erwarten uns eine nagelneue Teerstrasse, neue (lesbare) Verkehrsschilder, richtige Rastpl\u00e4tzchen und einige Baustellen. Aufgrund eines Hinweises suchen wir die Parrot-Lodge (CH-Leitung) ausserhalb des Zentrums von Bulawayo auf. Und wie sich das lohnt! Ein herrlicher Garten, Papageienk\u00e4fige und Internet-Zugang. Zimmer, Essen usw. \u2013 alles vom Feinsten f\u00fcr 60$ pro Nacht\/Zimmer. Viele interessante Gespr\u00e4che mit den Besitzern Kurt und Heidi Haas vers\u00fcssen uns den Aufenthalt obendrein. F\u00fcr den n\u00e4chsten National Park ben\u00f6tigen wir wieder was zu essen, und im Bradfield Shopping Center kriegen wir alles, was das Herz resp. der Magen begehrt. Bulawayo ist \u00fcbrigens eine adrette Stadt mit gepflegten Vororten. Aber wie fast \u00fcberall in Zimbabwe funktionieren unsere Kreditkarten auch hier nicht \u2013 selbst bei vielen Bankomaten!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/DSC00400.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/DSC00400-168x300.jpg\" title=\"Unterwegs im Matobo NP\" width=\"168\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1736\" srcset=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/DSC00400-168x300.jpg 168w, https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/DSC00400-575x1024.jpg 575w, https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/DSC00400.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 168px) 100vw, 168px\" \/><\/a>Nur 50km s\u00fcdlich von Bulawayo liegt Matobo \u2013 der Nationalpark mit den speziellen, wildromantischen Landschaften und bis zu 12\u2018000 Jahre alten Felszeichnungen. <a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8230002.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8230002-300x225.jpg\" title=\"White Cave, Matobo NP\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignright size-medium wp-image-1737\" srcset=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8230002-300x225.jpg 300w, https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8230002.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nDie ersten beiden (eiskalten!) N\u00e4chte verbringen wir am Maleme Dam ganz im S\u00fcden. Von allen bisher besuchten Parks in Zimbabwe ist dieser am leichtesten zu befahren\u2026bis auf diese eine Strecke zu den sch\u00f6nsten Malereien \u00fcberhaupt! Diese Kurven in der extrem ausgewaschenen Piste sind f\u00fcr unser Chateau definitiv zu eng. Als auch beim zweiten Versuch ein Vorderrad in der Luft h\u00e4ngt, ist Aufgeben angesagt.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/DSC00417.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/DSC00417-150x150.jpg\" title=\"&quot;Game Drive&quot;, Matobo NP\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1738\" \/><\/a>Weiter gibt es im Matobo noch einen Game Park mit Nash\u00f6rnern. Eine Menge Nashorn-Dung zeugt davon,  dass sie sicherlich noch leben. Ansonsten k\u00f6nnen wir \u2013 ausser einigen Echsen \u2013 \u00fcberhaupt nichts entdecken.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8250049.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8250049-300x225.jpg\" title=\"Auf World&#039;s View, Matobo NP\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignright size-medium wp-image-1739\" srcset=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8250049-300x225.jpg 300w, https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8250049.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Cecil Rhodes hatte hier viel Privatbesitz und liess sich w\u00fcrdig beerdigen: Sein Grab liegt auf World\u2019s View, einem fast schon magischen Ort mit herrlicher Panoramasicht.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8250052.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8250052-300x225.jpg\" title=\"Sandspruit Camping, Matobo NP\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1740\" srcset=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8250052-300x225.jpg 300w, https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/P8250052.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>F\u00fcr die letzte Nacht fahren wir bis zum n\u00f6rdlichsten Punkt im Park und \u00fcbernachten auf dem Sandspruit Campground. Es dauert allerdings etwas l\u00e4nger, bis wir via Parkverwaltung etwas Wasser organisieren k\u00f6nnen. Auch dieser Platz liegt n\u00e4mlich an einem von Wildtieren besuchten Dam, wirkt aber gegen\u00fcber Maleme (mit Solarduschen!) leider ziemlich verwahrlost. <\/p>\n<p>Noch ein kleines Detail:  Auf der Strecke  \u00fcber 350km nach Beitbridge, dem einzigen Grenz\u00fcbergang nach S\u00fcdafrika, passieren wir in nicht weniger als zehn Polizeikontrollen! Diese gibt\u2019s \u00fcbrigens ausschliesslich an Teerstrassen!<\/p>\n<p>Zimbabwe hat uns in vielerlei Hinsicht \u00fcberrascht: Die Menschen, die so viel stolzer und selbstbewusster als die Sambier sind. Dann der Durchhaltewillen der Bev\u00f6lkerung, die vieles entbehren musste und noch immer muss. Und nicht zu vergessen die fleissigen Mitarbeiter in den Nationalparks, die alles versuchen, damit das Wenige noch erhalten bleibt.<\/p>\n<p>Jetzt freuen wir uns auf S\u00fcdafrika und den Kruger National Park!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorwort zu Zimbabwe (ehemals Rhodesien) Nach einigen missgl\u00fcckten Landreformen besassen Mitte der 90er Jahre noch immer 5\u2018000 verbliebene weisse Grossfarmer 75% des fruchtbaren Landes, besch\u00e4ftigten andererseits aber auch etwa 300\u2018000 Arbeiter mit deren Familienangeh\u00f6rigen, insgesamt 1 Mio. Menschen. 1997 versank Zimbabwe im Chaos, als Mugabe jugendliche Schl\u00e4gerbanden gegen die Farmer und deren Angestellte hetzte. Daraufhin&hellip;&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"neve_meta_sidebar":"","neve_meta_container":"","neve_meta_enable_content_width":"","neve_meta_content_width":0,"neve_meta_title_alignment":"","neve_meta_author_avatar":"","neve_post_elements_order":"","neve_meta_disable_header":"","neve_meta_disable_footer":"","neve_meta_disable_title":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1721","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/chateau-beri.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1721","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/chateau-beri.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/chateau-beri.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/chateau-beri.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/chateau-beri.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1721"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/chateau-beri.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1721\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1742,"href":"https:\/\/chateau-beri.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1721\/revisions\/1742"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/chateau-beri.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1721"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/chateau-beri.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1721"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/chateau-beri.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1721"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}