{"id":1490,"date":"2013-10-16T23:56:00","date_gmt":"2013-10-16T23:56:00","guid":{"rendered":"http:\/\/chateau-beri.ch\/?p=1490"},"modified":"2022-01-18T21:42:41","modified_gmt":"2022-01-18T21:42:41","slug":"22-september-bis-12-oktober-2013-von-cody-wyoming-bis-toronto-ontario-kanada","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chateau-beri.ch\/?p=1490","title":{"rendered":"22. September bis 12. Oktober 2013    Von Cody (Wyoming) bis Toronto (Ontario, Kanada)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P9210384.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P9210384-150x150.jpg\" title=\"Entlang des Shoshone River nach Cody\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1493\" \/><\/a>Nichts kommt an Yellowstone ran! In Cody, der Hochburg des Buffalo Bill-Kults, schalten wir erst mal einen Pausen- und Verarbeitungstag ein. Am zweiten Tag lockt dann doch das riesige Buffalo Bill Historical Center, welches einerseits nat\u00fcrlich f\u00fcr Buffalo Bill-Verehrer ein Mekka ist, andererseits aber auch viele weitere Exponate zeigt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P92300021.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P92300021-225x300.jpg\" title=\"Beim Buffalo Bill Historical Center\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1504\" srcset=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P92300021-225x300.jpg 225w, https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P92300021.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><em><strong>Buffalo Bill<\/strong> &#8211; William Cody &#8211; war schon zu seinen Lebzeiten eine Legende. Bereits in jungen Jahren arbeitete er als Zugf\u00fchrer, Pony-Express Reiter, Kutscher und sp\u00e4ter als Scout f\u00fcr die Union. Weniger ruhmreich ist, dass er auch an Feldz\u00fcgen gegen Indianer und an unsinnigen, &#8222;erfolgreichen&#8220; B\u00fcffeljagden beteiligt war. Wegen Letzterem eben Buffalo Bill. 1872 schloss er sich einer Theatergruppe an und gr\u00fcndete sp\u00e4ter seine eigene Buffalo Bill&#8217;s Wild West Show mit einem riesigen Tross von Mitwirkenden und Tieren, die ganz dem unrealistischen Stil der Ver\u00f6ffentlichungen amerikanischer Journalisten entsprach. Er feierte auch in Europa grosse Erfolge, erst das Kino-Zeitalter setzte seiner Laufbahn ein Ende.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P9230057.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P9230057-150x150.jpg\" title=\"Gut erhaltene Indianer-Kleider\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1494\" \/><\/a>In erster Linie begeistert uns die Indianer-Abteilung, welche eindr\u00fccklich Leben und Untergang der amerikanischen Ureinwohner darstellt. Die Sektion &#8222;Wildlife in the Plains&#8220; ist ebenfalls interessant\u2026und dann ist da noch die Ausstellung der \u00fcber 24\u2018000 Feuerb\u00fcchsen aus der Zeit der ersten Siedler bis heute &#8211; allerdings nur f\u00fcr waffenverliebte von Interesse. Gezeigt werden auch ein paar Pistolen, welche in alten Wildwest-Filmen wie z.B. Bonanza Verwendung fanden.<a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P9230085.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P9230085-150x150.jpg\" title=\"Original Bonanza-Pistole\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1495\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P9240090.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P9240090-150x150.jpg\" title=\"Durch die Pr\u00e4rie\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1496\" \/><\/a>Genug der Pause, weiter durch Wyoming nach Osten! Herrlich, diese Weitsicht \u00fcber die Pr\u00e4rie. Die Strecke ist einsam, nur unterbrochen durch wenige Ansiedlungen mit 50 bis 5\u2018000 Einwohnern und den unvermeidlichen McDonalds- und Subway-Reklamen. Einzelne \u00d6lpumpen, Viehweiden und Zuckerr\u00fcben-Anbau pr\u00e4gen die Landschaft. Nochmals hoch \u00fcber den Powder River Pass auf 3\u2018000m und den Blick auf den 4\u2018000m hohen Bighorn Peak geniessen, ehe wir bald darauf am Tagesziel Buffalo ankommen. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P9250140.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P9250140-225x300.jpg\" title=\"Beim Devils Tower\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"alignright size-medium wp-image-1497\" srcset=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P9250140-225x300.jpg 225w, https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P9250140.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>In Gillette gibt\u2019s endlich wieder richtiges Brot zu kaufen (Albertsons). Ganz zu schweigen von der enormen Weinauswahl \u2013 genau unsere Kragenweite! Nach weiteren Kilometern durch die Pr\u00e4rie erreichen wir bald die Region der Black Hills \u2013 tats\u00e4chlich irgendwie Schwarzwald. Der Devils Tower in Nordteil ist f\u00fcr Indianer noch heute ein mythischer Ort, w\u00e4hrend ihn Steven Spielberg in seinem Film \u201eBegegnung der dritten Art\u201c schlicht zum UFO-Landeplatz umfunktioniert hat (wof\u00fcr er definitiv zu klein w\u00e4re). F\u00fcr eine kurze Wanderung rund um das National Monument reicht\u2018s, ehe Regen einsetzt. Abends klopft ein Deputy Sheriff an unsere T\u00fcr \u2013 was ist das denn? Aber er will bloss das Auto beaugapfeln und verabschiedet sich fr\u00f6hlich nach endlosem Small Talk \u2013 bei str\u00f6mendem Regen!<\/p>\n<p>Weiter in den Bundesstaat South Dakota. Beim AAA in Spearfish decken wir uns mit Kartenmaterial ein und fahren anschliessend durch die Ski-Orte Deadwood und Lead mitten durch die Black Hills zum Mount Rushmore. Bei diesem herrlichen Wetter gibt\u2019s gute Fotos&#8230;aber man muss wohl schon Ami sein, um hier sowas wie Ehrfurcht zu empfinden.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P9260158.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P9260158-150x150.jpg\" title=\"Mount Rushmore\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1498\" \/><\/a><br \/>\n<em>Das <strong>Mount Rushmore National Memorial<\/strong> besteht aus vier 18 Meter hohen Portr\u00e4itk\u00f6pfen der (aus damaliger Sicht) bedeutendsten und symboltr\u00e4chtigsten US-Pr\u00e4sidenten:  George Washington (1. US-Pr\u00e4sident), Thomas Jefferson (3.), Theodore Roosevelt (26.) und Abraham Lincoln (16.). Das Monument wurde durch John Gutzon Borglum \u2013 unterst\u00fctzt von 400 Arbeitern &#8211; w\u00e4hrend 14 Sommern zwischen 1927 und 1941 in den Granit des Mount Rushmore gesprengt, gehauen und gemeisselt. Das Nationaldenkmal wird auch als Shrine of Democracy bezeichnet, die Lakota-Indianer betrachten das Monument hingegen als Entweihung ihres heiligen Berges. <\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC06690.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC06690-150x150.jpg\" title=\"Boxwork in der Wind Cave\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1499\" \/><\/a>Anderntags giesst es aus K\u00fcbeln \u2013 wir gehen unter die Erde! Im S\u00fcden liegt ein weiterer National Park: Wind Cave &#8211; mit 202 km erforschten Wegen eine der l\u00e4ngsten H\u00f6hlen der Welt. Sie ist bekannt f\u00fcr die &#8222;Boxwork&#8220; genannten Kalzium-Formationen, die sich wie Bienenwaben an den W\u00e4nden ausbreiten. Aber auch Kristalle und weitere sehr fragile Muster sind im Kunstlicht zu entdecken. Den Namen verdankt die H\u00f6he den oft extrem starken Winden, die &#8211; je nach Druck &#8211; ein- oder ausstr\u00f6men. An der Oberfl\u00e4che ist eine der letzten Pr\u00e4rien erhalten geblieben, die eine nat\u00fcrliche Heimat f\u00fcr Bison, Wapiti-Hirsch, Gabelbock und Pr\u00e4riehund ist. Auch die fast ausgestorbenen Schwarzfussiltisse wurden und werden hier erfolgreich ausgewildert. Bei Schneeregen ist aber leider kaum etwas auszumachen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P9280026.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P9280026-300x225.jpg\" title=\"Badlands National Park\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1510\" srcset=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P9280026-300x225.jpg 300w, https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P9280026.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Wir hauen ab in die Badlands, welche wir nach einem kurzen Zwischenstop in Wall mit seinem kuriosen Drug Mart erreichen (Minus eine Zahnf\u00fcllung&#8230;)! Seit vielen Wochen befinden wir uns nun erstmals wieder unter 1\u2018000m\u00fcM. Die Temperatur ist bedeutend angenehmer, trotz des stetig brausenden Pr\u00e4riewindes. Der Badlands-Nationalpark besteht aus einem Typ von Verwitterungslandschaft, die f\u00fcr Landwirtschaft denkbar ungeeignet schien, daher der Name &#8222;schlechtes Land&#8220;. Wie Ruinen ragen Sandsteinformationen, T\u00fcrmchen und Spitzen mitten aus der ansonsten flachen Pr\u00e4rie. Zwei Tage lang fahren wir hier herum und wandern was das Zeug h\u00e4lt. Es gibt Pr\u00e4riehunde, Bisons, Wildschafe und Fossilien &#8211; genau unser Ding!<br \/>\n<a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P9280014.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P9280014-150x150.jpg\" title=\"Dickhorn- oder Wildschafe\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1511\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P9280006.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P9280006-150x150.jpg\" title=\"Pr\u00e4riehund\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1512\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC06748.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC06748-150x150.jpg\" title=\"Br\u00fccke \u00fcber den Missouri River\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1513\" \/><\/a>Zeit, weiterzureisen! Kurz nach den Badlands wieder mal +1 Stunde Zeitumstellung, Central Time &#8211; das einzige Ereignis auf dieser Strecke! South Dakota ist weites Land, flach und d\u00fcnn besiedelt. Selbst die ansonsten allgegenw\u00e4rtigen Reklameschilder fehlen, es gibt kaum noch Attraktionen. Einzig die \u00dcberquerung des breiten Missouri River lohnt einen Halt. Es ist ungew\u00f6hnlich warm und entsprechend verschwitzt erreichen wir abends Siuox Falls, die gr\u00f6sste Stadt South Dakotas.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PA020017.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PA020017-300x225.jpg\" title=\"Chateau - Huckepack...\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1531\" srcset=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PA020017-300x225.jpg 300w, https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PA020017.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Nach zwei N\u00e4chten geht\u2019s dann weiter ostw\u00e4rts. Erst kurz tanken, wie immer: Gr\u00fcne Zapfh\u00e4hnen stehen in den USA f\u00fcr Diesel. Nichts Aufsehenerregendes in Minnesota: Kornfelder und Windr\u00e4der soweit das Auge reicht. Nach exakt 134km nehmen wir die Ausfahrt zu einer Rest Area mit dem wundersch\u00f6nen Namen \u201eClear Lake\u201c. Der Motor geht aus, Beat kann den Wagen mit knapper Not noch passgenau auf einen Parkplatz rollen lassen. Nichts geht mehr\u2026der Motor l\u00e4sst sich nicht mehr starten. Typisch USA: Sofort wollen alle helfen. Dank der Unterst\u00fctzung von Lastwagenfahrern und einem sehr netten Herrn steht unser Chateau 30 Minuten sp\u00e4ter auf einem Abschleppwagen \u2013 ein deprimierender Anblick. Wir erahnen ganz langsam die Ursache des \u00dcbels\u2026Ein Blick auf die Tankstellenquittung von heute gen\u00fcgt: Wir haben Benzin eingef\u00fcllt! Gem\u00e4ss Abschleppdienst passiert das hier \u00f6fter, da man an BP-Tankstellen Benzin mit gr\u00fcnen Zapfh\u00e4hnen tankt!  Eine Werkstatt im bloss 7km entfernten Jackson entleert und reinigt den Tank \u2013 wir sind ganz offensichtlich nicht die Ersten. Insgesamt viel Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck:  Immerhin standen wir auf einer Rest Area, hilfreiche Menschen und eine Garage, die sich sofort ans Werk machte. Nach rund vier Stunden und um $400 erleichtert ist der Schaden behoben. Noch vor Einbruch der Dunkelheit erreichen wir den KOA Campground in der kleinen Ansiedlung Hayward in Wisconsin.<\/p>\n<p>Nachts w\u00fctet ein starkes Gewitter \u00fcber dem Gebiet, zwar nur wenig Regen, daf\u00fcr aber hunderte von Blitzen. Erst morgens sch\u00fcttet es dann aus K\u00fcbeln. Klitschnass vom Aufr\u00e4umen machen wir uns an die Weiterfahrt. Es klart bald auf und wir geniessen die t\u00e4glich farbenpr\u00e4chtiger werdende Herbstlandschaft. Letztmals  \u00fcberqueren wir den m\u00e4chtigen Mississippi River \u2013 dann folgt die Millionenstadt Chicago, Illinois. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC06757.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC06757-150x150.jpg\" title=\"Sight Seeing Tour in Chicago\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1532\" \/><\/a>Wir haben uns f\u00fcr das Hilton am O\u2019Hare Airport entschieden, denn es gibt 1. kaum g\u00fcnstige Hotels in Chicago, 2. sind die Parkpl\u00e4tze f\u00fcr ein Auto mit einer H\u00f6he von 2.60m extrem d\u00fcnn ges\u00e4t und 3. haben wir von hier eine direkte Zugverbindung nach Downtown.  Den 5. Oktober \u2013 unseren Hochzeitstag \u2013 verbringen wir mit einer Double Decker Tour und dem Besuch des Navy Piers. Es gibt unheimlich viel zu sehen, und das bei fast 30C\u00b0. Allerdings ist die Stadt \u2013 bedingt durch die \u00fcberirdische Streckenf\u00fchrung der Bahn auf Eisentr\u00e4gern nur wenige Meter \u00fcber den Strassen \u2013 extrem laut. Ein Wolkenbruch macht abends jedes weitere Vorhaben zunichte. Im Andiamo-Restaurant des Hilton nehmen wir uns heute mal die Speisekarte vor, ohne erst die Preise zu studieren! <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PA060094.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PA060094-300x225.jpg\" title=\"Auf dem Glasbalkon des Willis Towers\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1533\" srcset=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PA060094-300x225.jpg 300w, https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PA060094.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Der zweite Tag startet wesentlich k\u00fchler. Nochmals mit dem Zug 40 Minuten nach Chicago Downtown. Vom h\u00f6chsten Geb\u00e4ude der Stadt, dem Willis Tower, hat man eine wunderbare Rundumsicht auf die City \u2013 und umliegende Bundesstaaten. Es ist Sonntag, und erstaunlicherweise haben hier selbst die Schnellimbissbuden geschlossen. Unsere Suche nach einer Ap\u00e9ro-Bar endet erfolglos. Wie in Miami: Sonntags ist tote Hose angesagt! Selbstverst\u00e4ndlich holen wir im Hilton alles nach, denn wir haben ja entsprechende Vorr\u00e4te im Auto. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PA070118.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PA070118-150x150.jpg\" title=\"Kutschen-Parkpl\u00e4tze im Amish-Land\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1534\" \/><\/a>Am 7. Oktober geht\u2019s dann weiter. Nach \u00fcber einer Stunde Fahrt um die Aussenbezirke der Stadt gibt es noch immer Ausfahrten nach Chicago! Aber endlich ist es geschafft, weiter gen Osten. Kurze Zeit sp\u00e4ter wieder +1 Stunde Zeitumstellung. Jetzt betr\u00e4gt die Differenz zur Schweiz bloss noch 6 Stunden! Auf der Interstate 80\/90 \u2013 einer Maut-Strecke &#8211; donnern uns\u00e4glich viele Lastwagen in m\u00f6rderischem Tempo. Das wird ganz sch\u00f6n stressig, auch bei vier Spuren! 260km sp\u00e4ter Ankunft im Amish-Country Middlebury, Indiana. Einkauf im Farmer Store: Hier gibt es nebst \u00fcblichen Parkpl\u00e4tzen genauso viele Stationen f\u00fcr die 1PS-Kutschen der Amish People. Sowohl ungew\u00f6hnlich wie auch faszinierend!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PA090004.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PA090004-150x150.jpg\" title=\"Indian Summer in Ohio\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1535\" \/><\/a>Auf der Weiterfahrt meiden wir den Toll-Highway und geniessen bei wolkenlosem Himmel die herrliche Herbstlandschaft in den Rott\u00f6nen des Indian Summers. Beim AAA in Toledo decken wir uns mit dem restlichen Kartenmaterial ein und erreichen wenig sp\u00e4ter in Stony Ridge (Ohio) den Campground unserer Wahl. <\/p>\n<p><em>Den einzigartigen <strong>Indian Summer<\/strong> im Nordosten des Kontinents verdanken wir den hier von Norden nach S\u00fcden verlaufenden Gebirgsz\u00fcgen. Die ungehindert einstr\u00f6mende Polarluft l\u00e4sst die N\u00e4chte frostig werden, w\u00e4hrend die Tage klar und oft noch immer sehr warm sind. Die Pflanzen haben \u201eFr\u00fchlingsgef\u00fchle\u201c, dadurch zeigen sich die Bl\u00e4tter vieler Laubb\u00e4ume erst in leuchtenden Rott\u00f6nen, ehe sie verdorren und abfallen. Ein derartiges Farbspektrum ist in Europa nicht zu finden. (\u00e4hm\u2026sehr einfach erkl\u00e4rt!)<\/em><\/p>\n<p>Die vielen Kilometer entlang des Lake Erie durch Ohio &#8211; bei diesem phantastischen Herbstwetter rundum ein Genuss. Den halben Nachmittag relaxen wir dann auf dem wundersch\u00f6nen KOA Campground in McKean im \u201eIndependence State\u201c Pennsylvania. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC06829.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/DSC06829-150x150.jpg\" title=\"KOA Campground, Grand Island\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1536\" \/><\/a>Im \u201eEmpire State\u201c New York riecht es f\u00f6rmlich nach Geld. Die unz\u00e4hligen, direkt am Ufer liegenden Privatgrundst\u00fccke lassen keine Sicht auf den See zu. Daf\u00fcr zieren tausende km2 Weinanbaugebiet die gesamte Strecke. An den Rebst\u00f6cken h\u00e4ngen bloss noch Eiswein-Trauben, w\u00e4hrend die Rebenbl\u00e4tter tiefrot zu leuchten beginnen. Wieder campieren wir auf einem KOA-Platz, denn auf diesen trifft man ausnahmslos tadellose sanit\u00e4re Einrichtungen sowie freien Internetzugang an. Wie ein kleiner Park mit Teichen und B\u00e4umen wirkt der Campground auf Grand Island.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PA110023.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PA110023-150x150.jpg\" title=\"Niagara Falls USA-Seite\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1537\" \/><\/a>Nachdem wir am 11. Oktober erst die amerikanische Seite der Niagara Falls besuchen, verlassen wir anschliessend die USA. Dank des separaten Ausreiseschalters f\u00fcr Wohnmobile erreichen wir denn auch problemlos und zackig Kanada. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PA110051.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PA110051-150x150.jpg\" title=\"Niagara Falls, Horseshoe in Canada\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1538\" \/><\/a>Bei unseren vergangenen Besuchen der F\u00e4lle war es bitterkalt, Schnee und Eis \u00fcberall. Diesmal wolkenlos und herrlich warm. Sehr viel mehr Wasser als im Winter rauscht hier in die Tiefe. Die aufsteigende Gischt verh\u00fcllt Wolkenkratzer und l\u00e4sst alles in weitem Umkreis triefend nass werden. Im Ort Niagara Falls verbringen wir unsere allerletzte Campingnacht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PA120059.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PA120059-150x150.jpg\" title=\"Toronto erreicht!\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1539\" \/><\/a>Ehe wir endg\u00fcltig die Strecke nach Toronto unter die R\u00e4der nehmen, erstehen wir bei der Winery \u201eInniskillin\u201c in Niagara on the Lake ein paar Grauburgunder und Merlot Cabernet (hier sieht&#8217;s aus wie im Piemont, einfach ohne H\u00fcgel). Dann noch 140 km durch dicht besiedeltes Gebiet auf stressigen Highways entlang des Lake Ontatio bis Toronto. Mit eigens montierten Kanada-F\u00e4hnchen und einem Blinklicht fahren wir am fr\u00fchen Nachmittag vor Henrys und Millys Haus am Hurlingham Crescent. Freudige Begr\u00fcssung &#8211; endlich da! Hier werden wir einige Zeit verbringen, den Indian Summer geniessen und wohl auch den beginnenden Winter erleben. Allerdings mit den Vorz\u00fcgen von festen W\u00e4nden, T\u00fcren und behaglich beheizten R\u00e4umen.<a href=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PA120060.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PA120060-300x225.jpg\" title=\"Ankunft am Hurlingham Crescent\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignright size-medium wp-image-1540\" srcset=\"https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PA120060-300x225.jpg 300w, https:\/\/chateau-beri.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PA120060.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die grosse Amerika-Reise ist tats\u00e4chlich schon Geschichte! Jetzt freuen wir uns auf daheim, unsere Familien und Freunde. Im Dezember werden wir wieder Heimatluft schnuppern&#8230;und selbstverst\u00e4ndlich neue Pl\u00e4ne schmieden!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nichts kommt an Yellowstone ran! In Cody, der Hochburg des Buffalo Bill-Kults, schalten wir erst mal einen Pausen- und Verarbeitungstag ein. Am zweiten Tag lockt dann doch das riesige Buffalo Bill Historical Center, welches einerseits nat\u00fcrlich f\u00fcr Buffalo Bill-Verehrer ein Mekka ist, andererseits aber auch viele weitere Exponate zeigt. Buffalo Bill &#8211; William Cody &#8211;&hellip;&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"neve_meta_sidebar":"","neve_meta_container":"","neve_meta_enable_content_width":"","neve_meta_content_width":0,"neve_meta_title_alignment":"","neve_meta_author_avatar":"","neve_post_elements_order":"","neve_meta_disable_header":"","neve_meta_disable_footer":"","neve_meta_disable_title":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1490","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/chateau-beri.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1490","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/chateau-beri.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/chateau-beri.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/chateau-beri.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/chateau-beri.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1490"}],"version-history":[{"count":20,"href":"https:\/\/chateau-beri.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1490\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1544,"href":"https:\/\/chateau-beri.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1490\/revisions\/1544"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/chateau-beri.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1490"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/chateau-beri.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1490"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/chateau-beri.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1490"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}